Sehenswürdigkeiten in Ahlen 
Sehenswürdigkeiten in Ahlen

Sehenswürdigkeiten in Ahlen


Verings-muehle

In der Stadt Ahlen gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten, eine soll hier beschrieben werden, nämlich die Verings-Mühle bei Haus Seppenhagen. Dieses Gebäude ist im 17. Jahrhundert errichtet worden und liegt an der Werse. Einige Jahre später, genauer gesagt im 20. Jahrhundert, wurde der Bau durch wichtige Gemäuer erweitert, hinzu kam der Bau eines neuen Mahlwerks und zudem entstand auch eine neue Turbine. Das Rittergut Seppenhagen besaß damals das Staurecht der Werse. Und daraus folgte dann das Gebäude für die Korn- und Ölmühle. Sämtliche Bewohner in der umliegenden Gegend wurden durch den Mühlenbann gezwungen, ihr Getreide dort mahlen zu lassen. Allerdings ist diese Mühle heute nicht mehr in Betrieb, dieser wurde bereits in den 1960er Jahren eingestellt. Bei der Mühle selbst handelt es sich um eine Wassermühle, und sie kann von allen Besuchern und Interessenten jederzeit von außen besichtigt werden. Wer die Stadt Ahlen einmal besuchen möchte, sollte in jedem Fall auch die Verings-Mühle berücksichtigen. Diese ist nur eine von mehreren Mühlen, die es in der westfälischen Stadt zu sehen gibt. Den Bürgern ist die Gesamtheit der Bauwerke, also der Mühlen, auch als sogenannte Ahlener Mühlenroute bekannt. Sie ist leicht zu finden, ideal ist es auch, wenn man sich einer Stadtführung anschließt. Dann bekommt man noch ausführlichere Informationen zu den inzwischen hundert von Jahren alten Wassermühlen. Sie gilt auch als Wahrzeichen der Stadt zur Nutzung von Wind- sowie Wasserkraft. Insgesamt zählen zu der Ahlener Mühlentour sechs Objekte, wobei es sich durchaus lohnt, jede zu besuchen. Den Abschluss bildet der Windmühlenturm.


Kirche_st._bartholomaeus

Wer sich als Tourist in der westfälischen Stadt Ahlen aufhält, sollte bestimmte Sehenswürdigkeiten nicht verpassen. Die Stadt hat so einiges zu bieten. Beispielsweise wäre das Bauwerk, die katholische Kirche St.Bartholomäus, zu nennen, die im 9. Jahrhundert gegründet wurde. Sie gehört heute zu den ältesten Taufkirchen des gesamten Münsterlandes. Taufkirchen werden allgemein auch als Baptisterium oder Taufkapelle bezeichnet. Der Bau ist vermutlich um 1480 entstanden, er hat einen spätgotischen Stil mit polygonalem, also vieleckigem Chor. Inzwischen gehörte die Kirche zum Kloster Cappenberg bis zum Jahre 1803. Bereits im 12. Jahrhundert ist Amtshof in kleine Lehen aufgeteilt worden, der rechtliche Verband blieb dagegen erhalten. Später sammelten sich hier Kirchhöfner an, die die Aufgabe hatten, die Kirche zu schützen sowie ihre Felder zu bestellen. Von dem vorherigen romanischen Bau sind übriggebliebene Reste des Querhauses in der südlichen Wand verwendet worden. Der westliche Turm ist neu gebaut worden, nachdem er 1815-19 eingestürzt war. Von der Einrichtung ist das sogenannte Sakramenthäuschen von einem Herrn namens Bernd Bunickmann besonders zu erwähnen. Im Jahre 1724 ist ein Denkmal, das Epitaph, errichtet, das mit einem Wappen verziert ist. Ursprünglich ist der Kirchenhof als Friedhof genutzt worden. Er ist somit der älteste Friedhof, den es gibt und das, seit die Stadt Ahlen besteht. Übrigens ist die St. Bartholomäus-Kirche mit die erste Urpfarrei ab ca. dem Jahre 800, durch den Abt Bernhard. Heute ist die Kirche, die aus dem 15. bis 16. Jahrhundert stammt, ein sehenswertes Bauwerk. Auch innerhalb lohnt es sich, beispielsweise das Chorgestühl, zu besichtigen.


Museum im Goldschmiedehaus

Das Museum im Goldschmiedehaus wurde am 08.11.1984 eröffnet. Vorgänger des Museums war das Studio 18. Es wurde 1964 von dem Goldschmiedemeister Werner Fischer gegründet. Goldschmiedekunst aus Deutschland, Europa, Amerika und Asien wurde hier gezeigt. Das heutige Museum hat vier Schwerpunkte. Der erste ist die Sakrale Kunst. Der zweite ist die Geschichte der Zeitmessung mit Zeitmessern ab 1585. Der dritte Schwerpunkt sind die Jüdische Kultgeräte im jüdischen Leben und der vierte sind die Schätze des Buddhismus. In der ersten Sammlung sind Werke aus der Gold- und Silberschmiedekunst dabei. Exponate aus dem frühen Mittelalter und Uhren aus vier Jahrhunderten werden in der Dauerausstellung gezeigt. Elementaruhren bis zu Uhrenexponaten des 20. Jahrhunderts bereichern die Sammlung. 1998 fand im Museum die Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit und die Ausstellung "Jüdisches Kultgerät - jüdisches Leben" statt. Die eigenen Exponate wurden durch Leihgaben der unterschiedlichsten Museen, Stadtarchiven, Stadtmuseen, Fördervereinen, jüdischen Kultusgemeinden und Landesmuseen, Heimatmuseen und vielen anderen ergänzt. Es waren auch viele private Sammler dabei, die ihre Kunststücke zur Verfügung stellten. Nach der Ausstellung konnte das Museum einiger dieser Sammlerstücke erwerben. Dadurch konnte der dritte Sammlungsbereich geschaffen werden. Der vierte Sammlungsbereich wurde im Jahre 2007 in der Ausstellung "Schätze des Buddhismus" hinzugefügt. Die Ausstellung zeigt Skulpturen, Andachts- und Ritualsgegenstände aus dem buddhistischen Leben, aber auch Stücke aus dem Hinduismus und anderer fernöstlicher Religionen. Die Sammlung wächst stetig. Werner Fischer hat über seine Leidenschaft ein Buch geschrieben. Es heißt "Von Edelmetall zum Schmuck". Hier wird 45 Jahre Goldschmiedekunst erläutert. Er stellt seine Arbeiten als Goldschmied vor und erklärt diese. Das zweite Buch des "Künstlers" und Goldschmiedes heißt "Die Kunst des Handelns". Es sollte zuerst die Autobiographie werden. Es ist dann aber immer weiter in die Gebiete des Marketings, der Werbung und der Kundeninformation gerutscht. Werner Fischer deckt in diesem Buch die Quellen seines Erfolges auf. Er versucht immer, für Gold, Silber und Platin zu werben. Das schreibt er aber nicht aufdringlich. Er weckt das Interesse des Lesers für Schmuckstücke.


Lambertikirche

Eine sehr schöne Attraktion in der Stadt Ahlen ist die Lambertikirche. Dieses Bauwerk ist erst im Jahre 1193 richtig beurkundet und auch seitdem erwähnt. Über die Gründung ist nichts Genaueres bekannt. Vermutlich beruht sie auf dem edlen Werner von Dolberg, der in Verbindung mit anderen gleichgeschlechtlichen Angehörigen in Urkunden vertreten war und damals ab ca. 1151 in den Besitz von Oberhof Dolberg kam. Der Bau selbst weist eine gegliederte Saalkirche auf. Sie besteht aus einem quadratischen Chor zusammen mit dem Langhaus der Kirche mit gotischem Stil und der rechtwinkligen Kirche im neugotischem Stil aus dem Jahre 1901, ebenfalls mit Langhaus und polygonalem Chor. Das Langhaus der gotischen Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der westliche Turm, ebenso im neugotischen Stil, ist aus weißem Kalkstein Bossenmauerwerk erbaut. Auch die Kirche besteht aus diesem Material. Die vorherige Kirche ist erheblich kleiner, im spätgotischem Stil errichtet und die gotische, in westlich-östliche Richtung ausgerichtete unterscheiden sich deutlich. Markant ist bei diesen beiden Gebäuden das Grünsandstein-Mauerwerk sowie innerlich der historische Raum, der über zwei Gewölbejochen verfügt. Weiterhin ist der doppelte Teilungsgurt einer Säule sehenswert, die sich in der Mitte des Kirchenschiffes befindet. Auf dieser Säule ist das Datum 1565 verzeichnet. Im Neubau musste das Gewölbe mehrmals erneuert werden, bei der letzten Sanierung,die im Jahre 1975 erfolgte, ist nur eine Flachdecke aus Holz errichtet. Mehrere Jahre danach, genauer gesagt im Jahre 2001, ist der sehr wertvolle Spitzenbogenfries in der östlichen Wand ebenfalls restauriert worden. Dieser besteht bereits seit dem 13. Jahrhundert und ist als Spolie eingelassen.


Wasserturm

Ein besonders sehenswerter Punkt ist auch der Wasserturm in Ahlen, er befindet sich an der Guissener Straße. Er stellt ein Industriedenkmal dar und gilt heute als das Wahrzeichen der Stadt. Bis in das Jahr 1982 war dieser Turm nur ein reiner Wasserturm, allerdings war er nicht mehr im Gebrauch und wurde auch nicht mehr benötigt und sollte daher abgerissen werden. Doch der Abriss, den der Eigentümer, die Gelsenwasser AG, beantragte, ist verhindert worden. Initiator dafür war Ludger Schulte. Und seitdem steht dieser Wasserturm unter Denkmalschutz. Da er eine blaue Farbe besitzt, hat sich die Bezeichnung „der blaue Turm“ eingebürgert. Die Bauzeit für das Objekt dauerte zwei Jahre, von 1915-1917 und fasste bis zu 1000 Kubikmetern. In die Höhe ragt der Behälter 44 Meter. Damals hatte der Turm die Aufgabe, die Wasserversorgung der Zeche Westfalen sowie der Bergarbeiterkolonie zu gewährleisten. Die Konstruktion wurde seit dem 19. Jahrhundert ständig verbessert. Vor allem trug dazu der Ingenieur Otto Intze aus Laage bei sowie Professor Barkhausen aus Hannover. Für die Touristen und besonders aber die Einwohner der Stadt Ahlen bedeutet der Wasserturm mehr als nur ein Wahrzeichen bzw. eine Sehenswürdigkeit. Mehr noch, denn er steht für ein Beispiel von Entwicklung der Wasserversorgung sowie Niettechnik des 20. Jahrhunderts. Inzwischen hat sich der Turm zu einer Attraktion entwickelt und auf Grund der blauen Farbe ist er deutlich von weitem erkennbar. Er ist außerdem ein Denkmal der Industriegeschichte Ahlens. Wer diese Stadt besucht, sollte neben den anderen Besichtigungen den Wasserturm auf jeden Fall mit einplanen.


Kunstmuseum

Das Kunstmuseum gibt es seit Oktober 1993. Der Unternehmer Theodor F. Leifeld restaurierte eine denkmalgeschützte Villa aus den Gründerzeiten. Das Gebäude ist im Stil der Neurenaissance erbaut worden. Es steht am ehemaligen Westtor der Stadt. 1996 wurde das Museum erweitert. Die Villa war ursprünglich als Stadtwohnung geplant worden. Im 20. Jahrhundert wurde eine Stahl Glas Verbundkonstruktion als Mittelbau hinzugefügt. Hier trifft Altes auf Neues. Das Ackerbürgerhaus wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Es grenzt direkt an den beiden anderen Gebäuden und ist eher schlicht gehalten. Die drei Gebäude zeigen das harmonische Zusammenspiel unterschiedlicher Bauweisen. Das Museum zeigt jährlich fünf wechselnde Ausstellungen. Die moderne kunst steht dabei an vorderster Stelle. Von der Enwicklung bis zur aktuellen Kunst werden hier Ausstellungen gezeigt. Der Museumsshop hat ein ausgewähltes Sortiment an Geschenkartikeln, Kunstbüchern, Spiele und druckgraphische und kunsthandwerkliche Erzeugnisse. Das Restaurant des Museums hat eine gehobene Gastronomie. Es ist besonders beliebt wegen des wunderbaren Cafegartens. Hier stehen verschiedene Skulpturen. Kunstinteressenten haben die Möglichkeit, aktiv an dem Aufbau des Museums teilzunehmen. Öffentliche Führungen sind immer sonntags. Gruppen-, Schulklassen- und Seniorenführungen finden werktags statt. Zeitweise finden auch Informationsveranstaltungen für Lehrer statt. Das Museum wird finanziert von der Theodor F. Leifeld-Stiftung. Seit dem Tod des Stifters wird die Stiftung von einer fünfköpfigen Rat geleitet. Theodor F. Leifeld starb am 01.09.2005. Das Kunstmuseum hat auch einen Förderkreis, bei dem jeder Mitglied werden kann. Derjenige hat dann freien Eintritt in alle Ausstellungen des Kunstmuseums. Bereits am Vorabend können die neuen Ausstellungen besucht werden. Reisen zu anderen Ausstellungen werden organisiert. Bei kulturellen Veranstaltungen des Kunstmuseums werden ermäßigte Eintrittspreise verlangt. Exklusive Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl werden den Mitgliedern geboten. Für den Museumsbesuch stehen ausreichend Parkplätze direkt gegenüber dem Museums zur Verfügung.


Wibbelthof

Den Ahlener Bürgern und vielleicht auch anderen ist Augustin Wibbelt bestimmt nicht unbekannt. Sein Geburtshaus gilt heute als Sehenswürdigkeit des Stadtteiles Vorhelm. Auf dem Wibbelthof wurde er geboren, er begann einiges zu studieren und entschied sich dann, Priester zu werden. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann Wibbelt im Jahre 1884 in Freiburg im Breisgau. Er schrieb damals zunächst plattdeutsche Verse. Nach Fortsetzung seines Theologiestudiums in Münster trat er dem Priesterseminar bei. Ungefähr ab 1891 veröffentlichte Wibbelt plattdeutsche Beiträge. In Folge wurde er mehrmals versetzt in diversen Kirchengemeinden. Zuletzt war er in einer Duisburger Gemeinde tätig, seine weiteren Werke waren dann Erzählungen. Dort promovierte er auch zum Dr. phil. Im Jahre 1935 kehrte er, inzwischen in den Ruhestand getreten, nach Vorhelm zurück, wo er schließlich im Jahre 1947 verstarb. Die kleine Kapelle in Ahlen ist nach ihm benannt worden, die Augustin-Wibbelt-Kapelle. Er schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen sowohl in platt- als auch in hochdeutsch. Außer der Kapelle mitsamt dem umliegenden Garten und seinem Geburtshaus ist auch der Figuren-Baum sehr interessant. Errichtet 1976 von Bernhard Kleinhans. Desweiteren gilt es das Wibbelt-Ehrenmal zu bewundern, eine Kugel des Künstlers Dinnendahl, zum Anlass des 25. Todestages 1972. Die beiden Halbkugeln sollen die schöpferische Arbeit des Dichters insgesamt, der Wasserstrahl das lebendige und schöpferische im Werk selbst darstellen. Und als letztes soll noch die Figur Pöggsken und Gausemann erwähnt werden, sie wurde zum 50. Todestag aufgestellt, im Jahre 1998 im Loh. Daneben steht auf einer Tafel das Gedicht Dat Pöggsken mit einem Entwurf von Regina Liekenbrock.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Ahlen

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Münster

Landkreis:
Warendorf

Höhe:
80 m ü. NN

Fläche:
123,13 km²

Einwohner:
53.516

Autokennzeichen:
WAF

Vorwahl:
02382, 02388, 02528

Gemeinde-
schlüssel:

05 5 70 004



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